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  • Wahre Geschichten erzählen, darauf kommt es Journalistinnen und Journalisten an. Wenn es Ihnen genauso geht, dann recherchieren und schreiben Sie los. Wir freuen uns auf Ihre Bewerbungsreportage und erklären gern, was Sie dabei beachten müssen.

    Wenn Sie sich über unser Online-Bewerbungsportal angemeldet haben, erhalten Sie Anfang Dezember vier Reportage-Themen, aus denen Sie sich eines aussuchen müssen. Sie haben dann etwa vier Wochen Zeit für die Recherche und fürs Schreiben.

    Manche von Ihnen haben vielleicht bisher nur für die Schule oder die Uni geschrieben, und dort werden andere Anforderungen an Texte gestellt als von einer Redaktion. Andere haben dagegen schon für Zeitungen, eine Online-Redaktion oder das Radio gearbeitet. Die Erfahrung zeigt aber, dass es auch viele “totale Anfänger” in die nächste Prüfungsrunde und dann auch auf die DJS schaffen. Lassen Sie sich also nicht entmutigen!

    Recherchieren heißt nicht nur, ins Internet zu gehen und dort gefundene Informationen neu zusammenzustellen. Für eine Reportage begeben sich Journalistinnen und Journalisten stellvertretend für ihre Leserinnen und Leser an einen Ort, an dem etwas geschieht. Sie sprechen mit den Menschen dort und notieren, was sie erleben und erfahren.

    An den Schreibtisch zurückgekehrt, gilt es zunächst einmal, Informationen und Eindrücke zu sortieren. Welche Details charakterisieren eine Person oder die Atmosphäre? Welche Behauptungen müssen durch Fakten gestützt werden? Welche Vergleiche oder Metaphern können helfen, dass Leserinnen und Leser das Geschehen besser nachvollziehen können?

    Reportage-Autoren beschreiben ein Geschehen aus ihrer Sicht, kommen selbst jedoch nur selten in ihren Geschichten vor. Das Wörtchen “ich” ist in Reportagen ebenso unüblich wie der erhobene Zeigefinger oder die Privatmeinung des Autors. Die Reportage steht im Präsens. Sie fängt oft mit einer Szene an und hat mehr als einen Höhepunkt. Heben Sie sich also ein spannendes Element für den Schluss auf.

    Ihr Manuskript wird von drei Prüferinnen und Prüfern begutachtet, die alle erfahrene Praktiker sind und noch gut wissen, wie schwer der Anfang war. Sie wollen von Ihnen keine druckreife Arbeit. Professionell zu schreiben, wollen Sie ja erst noch lernen. Die Gutachter versuchen jedoch, aus dem Manuskript einige Eigenschaften herauszulesen, die Sie mitbringen sollten. Originellen Zugang zum Thema, Sprachgefühl, Wissbegierde, Vergnügen am Erzählen – und Fleiß und Sorgfalt beim Zusammentragen der Informationen.