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  • Wie läuft das Aufnahmeverfahren ab?
    In vier Phasen:

    1. Online-Anmeldung.
    2. Bewerbungsreportage mit Rechercheweg und Lebenslauf.
    3. Aufnahmeprüfung an der DJS für die 150 mit den besten Reportagen.
    4. Zu- oder Absage
    Wie läuft die Aufnahmeprüfung ab?
    Die zweitägige Aufnahmeprüfung findet im Frühjahr in München statt. Sie beginnt mit einem Wissenstest. Dabei müssen Sie

    1. Bilder von Personen und Ereignissen erkennen und einordnen, die in den vergangenen zwölf Monaten in den Schlagzeilen waren, und
    2. einen Fragebogen beantworten, bei dem es um News aus den vergangenen zwölf Monaten geht, und zwar aus allen Bereichen: Ausland, Inland, Politik, Wirtschaft, Gesellschaft, Wissenschaft, Kultur, Unterhaltung und Sport. Nach dem Wissenstest zeigen wir Ihnen einen Fernsehbeitrag. Sie nutzen dann die Informationen, um einen weiteren journalistischen Text zu schreiben. Am zweiten Tag werden Sie von einer Prüfungskommission befragt. Der Kommission gehören namhafte Journalistinnen und Journalisten aus allen Medienbereichen an sowie bei den Masterkandidat/innen je zwei Vertreter der LMU. Die Prüflinge werden in Dreiergruppen befragt, jede Gruppe etwa 20 Minuten lang. Sie dürfen bei der vorherigen Gruppe zuhören. Die Kandidaten für die Masterklassen schreiben am ersten Tag einen zusätzlichen Test an der Ludwig-Maximilians-Universität, in dem sie über ihre Motivation und ihr wissenschaftliches Interesse Auskunft geben.
    Wer sitzt in den Prüfungskommissionen?
    Jeder Prüfungskommission gehören acht namhafte Journalistinnen und Journalisten an sowie zwei Vertreter der LMU bei den Kandidat/innen für den Masterstudiengang. Die Zusammensetzung ändert sich von Jahr zu Jahr. Viele, aber nicht alle Mitglieder wurden selbst an der DJS ausgebildet. Sie stammen aus den unterschiedlichsten Teilen Deutschlands. Mindestens die Hälfte sind Frauen. Auch die unterschiedlichen Generationen sind vertreten. Die Kommissionen spiegeln die ganze Vielfalt der Medienbranche, von der Regionalzeitung bis zum großen Online-Portal, vom öffentlich-rechtlichen Rundfunk bis zum politischen Magazin.
    Warum verlangt die DJS einen ausgeschriebenen Lebenslauf?
    Aus zwei Gründen: (1) Der ausgeschriebene Lebenslauf ist für uns neben der Bewerbungsreportage eine weitere Möglichkeit, etwas über Ihre schreiberischen Fähigkeiten zu erfahren. Das kann bei Punktgleichheit entscheidend sein. (2) Wenn Sie es in die letzte Runde schaffen, dann wird den Mitgliedern der Prüfungskommission Ihr Lebenslauf vorgelegt. Die Mitglieder formulieren oft (aber nicht nur) auf dieser Grundlage ihre Fragen für die Bewerber/innen.
    Wann und wie melde ich mich fürs Aufnahmeverfahren an?
    Ab Mitte/Ende Juni eines jeden Jahres ist die Bewerberplattform zur
    Onlineregistrierung geöffnet. Sie bleibt bis kurz vor Abgabeschluss der Bewerbungsreportage ca. Mitte Januar des Folgejahres offen.
    Wie stehen meine Chancen, an der DJS angenommen zu werden?
    Wenn Sie die formellen Voraussetzungen erfüllen, alle Fristen einhalten, sich mit der Bewerbungsreportage wirklich Mühe geben und in den zwölf Monaten vor der Aufnahmeprüfung die Nachrichten intensiv verfolgen, dann stehen Ihre Chancen gut, in die Endauswahl zu kommen.
    Wie oft kann ich mich bewerben?
    So oft Sie wollen. Viele Bewerber/innen schaffen erst beim zweiten oder dritten Mal den Sprung an die DJS.
    Falls ich aufgenommen werde, kann ich dann die Ausbildung ein Jahr später antreten?
    Nein. Die Aufnahme gilt nur für die Lehrredaktion, für die Sie sich beworben haben. Wenn Sie die Ausbildung ein Jahr später antreten wollen, dann müssen Sie das Verfahren wiederholen, und zwar von vorne.
    Was ist, wenn ich zum Zeitpunkt der Aufnahmeprüfung erkranke oder im Ausland bin?
    In solchen Fällen müssen Sie sich im folgenden Jahr nochmals von vorne bewerben. Denn das Aufnahmeverfahren lässt Nachprüfungstermine nicht zu.
    Mit welchem Studium habe ich die beste Chance, an die DJS zu kommen?
    Der Journalismus braucht Nachwuchs mit Fachwissen aus den unterschiedlichsten Bereichen. Ein Bachelor in Mathematik oder Informatik ist daher eine genauso gute Voraussetzung für den Master in Journalismus wie ein Bachelor in Kommunikationswissenschaften, Politik oder Germanistik.
    Was ist eine Reportage?
    Eine wahre Geschichte. Mit echten, handelnden Personen und einem Spannungsbogen. Der/die Reporter/in ist nicht die Hauptperson, war aber vor Ort, um die Story auch aus eigener Anschauung erzählen zu können. Beispiele können Sie täglich auf der Seite 3 der Süddeutschen Zeitung nachlesen. Oder bei http://reportagen.fm/
    Was muss ich beim Schreiben der Bewerbungsreportage beachten?
    Die DJS erwartet keine Perfektion, keinen ausgeklügelten Spannungsbogen, keine originellen Metaphern. Unsere Prüfer/innen haben kein Schema F im Kopf. Aber: Die Geschichte muss wahr sein, die Fakten müssen stimmen. Sie haben sich selbst vor Ort ein Bild gemacht. Ihre Story hat eine Hauptperson (nicht Sie selbst, bitte!) und eine Handlung (da passiert was!). Tipp: Wenn Sie den Text im Präsens schreiben und mit einem Detail oder einer Szene einsteigen, dann geht das schon sehr in Richtung Reportage. Die Hauptsache ist jedoch, dass Sie aus eigener Anschauung berichten, die Leser fesseln und sie mitnehmen ins Geschehen. Und natürlich, dass alles nachweislich so passiert ist, wie es in Ihrer Reportage steht.
    Wie kann ich mich auf die Aufnahmeprüfung am besten vorbereiten?
    Wissenstest: Verfolgen Sie in den Monaten vor der Prüfung aufmerksam die Nachrichten, ob online, in der Zeitung, im Fernsehen oder im Radio. Blättern Sie Magazine durch, um sich Gesichter und Ereignisse in Erinnerung zu rufen. Auch Jahresrückblicke sind ein guter Ausgangspunkt, aber Achtung: Sie auswendig zu lernen, reicht für den Wissenstest keineswegs aus! Schreibprobe: Sie können gern für sich die Situation simulieren, auf der Grundlage eines Fernsehmagazinbeitrags einen Text zu verfassen. Notieren Sie sich die wichtigsten Informationen und entwerfen Sie eine Reportage oder ein Feature. Aufnahmegespräch: Denken Sie im Vorfeld nach und sortieren Sie Ihre Gedanken: Warum wollen Sie in den Journalismus? Und warum an die DJS? Was hätten Sie getan, wenn Sie in den vergangenen zwölf Monaten schon als Journalist/in gearbeitet hätten? Lernen Sie aber um Himmels Willen keine Antworten auswendig! Die Prüfungskommissionen haben kein vorgefertigtes Bild von idealen Bewerbern im Kopf, sondern sind an der Vielfalt interessiert, auf die guter Journalismus angewiesen ist.
    Was macht die DJS mit meinen Daten?
    Nach Abschluss des Aufnahmeverfahrens werden die Daten der erfolgreichen Bewerber/innen in unsere Datenbank übernommen. Die Daten der aufgrund des guten Ergebnisses identifizierten Nachrückerkandidaten/innen werden bis zu Beginn der Lehrredaktion auf Vorrat gehalten und danach gelöscht. Die Daten aller anderen Bewerber/innen werden gelöscht.
    Wieviele Praktika sollte ich vor der DJS gemacht haben?
    Praktika sind keine Voraussetzung für die Aufnahme an der DJS. Eins, zwei oder drei können sinnvoll sein, weil Sie Ihnen helfen, sich über Ihren Berufswunsch klarzuwerden. Ansonsten raten wir Ihnen, es nicht zu übertreiben. Schließlich gehören zur Ausbildung an der DJS zwei weitere Praktika.
    Wer beurteilt die Bewerbungsreportagen?
    Die Bewerbungsreportagen werden von je drei Journalist/innen gelesen und nach einem Punktesystem bewertet.
    Deutsch ist nicht meine Muttersprache, kann ich mich trotzdem an der DJS bewerben?
    Ja, allerdings müssen Ihre Deutschkenntnisse ausgezeichnet sein, um die Ausbildung erfolgreich zu absolvieren. Sie sollten also mindestens das Sprachniveau C2 erreicht haben.
    Was muss ich beim Schreiben des Rechercheprotokolls beachten?
    Zeichnen Sie den genauen Rechercheweg auf und nennen Sie Ihre Quellen. Geben Sie alle Namen, Anschriften und Telefonnummern Ihrer Gesprächspartner an. Eventuelle Rückfragen dort behalten wir uns vor. Wir versichern, dass diese Angaben vertraulich behandelt werden.
    Wo und wann findet die Aufnahmeprüfung statt?
    Die Aufnahmeprüfung 2019 findet am 3. und 4. Mai in München statt.
    Wie bewerbe ich mich für die Tiefgang-Förderung für Naturwissenschaftler/innen?
    Indem Sie sich ab Anfang Dezember online für den DJS-Bewerbungslauf 2019 registrieren und dabei ein Häkchen bei Tiefgang-Förderung setzen. Wenn Sie es schaffen, in die DJS-Endrunde zu kommen, bitten wir Sie um weitere Bewerbungsunterlagen, die Ihre besondere Befähigung zur Berichterstattung über Wissenschaft, Forschung und Technik zeigen, zum Beispiel durch das Studium eines MINT-Faches. Wenn Sie diese Voraussetzung erfüllen, werden Sie im April/Mai am Rande der Aufnahmeprüfung in München zu einem gesonderten Gespräch mit den Klaus Tschira Stiftung gebeten. Parallel dazu müssen Sie sich auch bei der DJS-Aufnahmeprüfung durchsetzen; die beiden Verfahren laufen unabhängig voneinander.
    Wann erfahre ich, ob ich angenommen worden bin?
    Innerhalb von zwei Wochen nach der Aufnahmeprüfung werden die Zu- und Absagen per E-Mail verschickt.
    Wie funktioniert die Warteliste?
    Bei der Bewerbung für die Kompaktklasse stehen die Plätze 16 bis 18 und bei der Masterausbildung die Plätze 31 bis 36 der Ergebnisliste auf der Warteliste. Bei Punktgleichheit auch mehr. Falls bis zum Beginn der Ausbildung Plätze frei werden, setzen wir uns mit den Kandidaten/innen in Verbindung und bieten den freigewordenen Ausbildungsplatz an.
    Folgt nach der Bestätigung, dass die Bewerbungsdokumente hochgeladen wurden, noch eine Bestätigung per Mail?
    Nein.
    Zählen Überschrift und Leerzeichen mit zu den 5000 Zeichen der Reportage?
    Überschrift: Nein.
    Leerzeichen: Ja.
    Was passiert, wenn ich etwas mehr oder weniger als 5000 Zeichen schreibe?
    Wenn Sie mehr als 5000 Zeichen schreiben, sind Sie draußen. Wenn Sie weniger als 5000 Zeichen schreiben, stört uns das nicht, solange Ihre Geschichte gut ist.
    Kann ich die Bewerbungsreportage auch aus dem Ausland schreiben?
    Ja. Wir achten bei der Auswahl der Themen darauf, dass mindestens eines davon nicht an die Aktualität in Deutschland gebunden ist.
    Wann erfahre ich, ob ich zur Aufnahmeprüfung kommen darf?
    Die Zu- und Absagen zur Aufnahmeprüfung werden ca. zwei Monate nach Abgabeschluss der Reportage per E-Mail verschickt.
    Ich habe keine Mail mit dem Link zu den Prüfungsthemen erhalten, obwohl ich mich registriert habe.
    Bitte überprüfen Sie Ihren Spamfilter und/oder ob das Limit Ihres Mailkontingents überschritten ist.
    Falls ich zur Aufnahmeprüfung zugelassen werde, kann ich den Termin bei Verhinderung oder Krankheit im nächsten Jahr wahrnehmen?
    Nein. In solchen Fällen müssen Sie sich im folgenden Jahr nochmals von vorne bewerben. Denn das Aufnahmeverfahren lässt Nachprüfungstermine nicht zu.
    Gibt es einen Ausweichtermin für die Aufnahmeprüfung?
    Nein.
    Wo erfahre ich, ob mein Bachelor-Studium im Ausland an der LMU anerkannt wird?
    Am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung, Dr. Bernhard Goodwin. Tel.: +49 89 2180-9494.
    Kann ich mich auch mit Fachabitur bewerben?
    Ja.
    Muss ich für die DJS-Ausbildung nach München ziehen?
    Ja, denn der Unterricht findet neun Monate lang täglich in den Schulräumen in München statt.
    Kann ich per Videocall an der Aufnahmeprüfung teilnehmen?
    Nein.
    Gibt es eine Altersbegrenzung für die Bewerbung?
    Nein. Die Altersbegrenzung gab es früher, sie wurde aber als Konsequenz aus dem Allgemeinen Gleichbehandlungsgesetz 2013 aufgehoben.
    Wann muss ich meinen Bachelor-Abschluss spätestens nachweisen?
    Für den Master-Studiengang Journalismus zu Beginn des Wintersemesters, in dem sie das Master-Studium in München aufnehmen. Für die Kompaktklasse brauchen Sie kein abgeschlossenes Studium.