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  • 18. November 2025

    Mehr Zeit für KI-Kompetenz, Diskurs und Recherche: DJS verlängert Ausbildung auf 18 Monate

    DJS-Schultüte

    Die Deutsche Journalistenschule erweitert ihre Ausbildungszeit ab 2026 auf 18 Monate und setzt dabei neue Schwerpunkte im Curriculum.

    Zusätzliche Kurseinheiten zielen auf den souveränen Umgang mit künstlicher Intelligenz und die Stärkung der Diskursfähigkeit in einer zunehmend fragmentierten Gesellschaft.

    “Die neuen Inhalte sind unverzichtbar, damit Journalistinnen und Journalisten ihre Arbeit in einer von Umwälzungen geprägten Zeit so gut machen können wie irgend möglich”, erklärte Schulleiterin Henriette Löwisch in München. “Das ist unser Beitrag zur Stärkung der Demokratie.”

    Die beiden zusätzlichen Monate schaffen zudem Raum für Vertiefung und Entzerrung.

    “Wir gewinnen Recherchezeit, die unsere Schülerinnen und Schüler für ihre ehrgeizigen Podcasts, Magazingeschichten und Videoreportagen sehr gut brauchen können”, erklärte Löwisch. “Und wir lassen sie zwischendurch auch mal Luft holen.”

    Bisher dauerte der Unterricht an der DJS rund 10 Monate, was zusammen mit den beiden dreimonatigen Pflichtpraktika in unterschiedlichen Redaktionen eine Ausbildungsdauer von 16 Monaten ergab. Hinzu kommen bei den Masterstudierenden drei Studienphasen am Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der Ludwig-Maximilians-Universität München.

    Die DJS schult jedes Jahr 45 Nachwuchsjournalistinnen und Nachwuchsjournalisten im Recherchieren, Schreiben, Berichten und Erzählen für Online-, Print-, Audio-, Video-, Social-Media- und Entwicklungsredaktionen. Der Redakteursabschluss wird von den Tarifparteien anerkannt.

    Die älteste Journalistenschule Deutschlands besteht seit 1949. Ihre Unabhängigkeit von Einzelinteressen sichern 60 Trägerinstitutionen, darunter Verlage, Sender, Unternehmen, Gewerkschaften und Verbände, Parteien und Stiftungen.