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  • 16. November 2020

    Helmut-Stegmann-Preis 2020 für Katharina Fiedler

    Keine Preisverleihungsfeier, aber höchste Auszeichnung:  Die Gewinnerin des Helmut-Stegmann-Preises 2020 heißt Katharina Fiedler. Die Jury entschied sich klar  für ihre Reportage „Die nackte Kanone“, erschienen am 9. Februar 2020 im Tagesspiegel. In der Reportage geht es um ein noch wenig beachtetes Wissenschaftsthema: Die Bedeutung der Nacktmulle für die medizinische Forschung.

    Mit dem Helmut-Stegmann-Preis werden junge Journalistinnen und Journalisten für Arbeiten ausgezeichnet, die sie während ihrer Ausbildungszeit verfasst haben und die veröffentlicht wurden. Er richtet sich an die Schülerinnen und Schüler aller in Deutschland anerkannten Journalistenschulen. In diesem Jahr bewarben sich fünf Journalistenschulen mit 20 von ihnen ausgewählten Texten.

    Die Jury entschied erstmals für eine Wissenschaftsreportage. „Nach den ersten drei Sätzen, weiß man dass man bis zum Ende weiterlesen muss“, sagt Jury-Mitglied und Chefredakteur des Spiegel, Steffen Klusmann. Ungewöhnliches Thema, sehr informativ, spannend erzählt – so das Jury-Urteil.

    Die Preisträgerin Katharina Fiedler ist seit Oktober 2019 Schülerin des 39. Jahrgangs der Henri-Nannen-Schule in Hamburg. Ihre Leidenschaft für den Journalismus entdeckte sie bereits während ihrer Schulzeit in Berlin, wo sie mehrere Jahre erfolgreich eine Schülerzeitung leitete. Nach dem Abitur studierte sie Geschichts- und Politikwissenschaften in Berlin und Washington D.C. Sie war Stipendiatin der Journalistischen Nachwuchsförderung. Vor der Ausbildung an der Henri-Nannen-Schule arbeitete sie drei Jahre als feste Freie beim ZDF Morgenmagazin in Berlin.

    Die Idee zur Reportage „Die nackte Kanone“ kam Katharina Fiedler während ihres Praktikums beim Tagesspiegel durch eine kuriose Pressemitteilung des Tierparks Berlin, in der vom Sturz der Nacktmullkönigin berichtet wurde. Ressortleiter Sidney Gennies „ließ sie machen“, sie tauchte tief in das spannende Nacktmull-Universum ein und erlebte die Recherche als „unglaublich spannend, faszinierend und lustig“. Je mehr sie über die kleinen Nager erfuhr, umso größer erschien ihr die Relevanz der kleinen Nager für die Menschheit.

    Der Preis wurde zum 31. Mal durch den Förderkreis der Deutschen Journalistenschule, der Alumni-Vereinigung der DJS verliehen. Zum zehnten Mal hat der Bayerische Journalistenverband BJV das Preisgeld in Höhe von 2.500 € gestiftet.