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    Maria Christoph

    Maria Christoph (56B) arbeitet als freie Journalistin, hauptsächlich für PULS, das junge Format des Bayerischen Rundfunks, sowie für das Online-Magazin VICE.
    (Foto: Anna-Maria Deutschmann)

    Der Bewerbungsprozess

    Zu Studienbeginn habe ich mich über das Stipendium der Karl-Gerold-Stiftung informiert und parallel dazu für das Deutschlandstipendium beworben. Zum einen, weil sich beide Stipendien gut kombinieren lassen. Zum anderen, weil sich die Stipendiengeber explizit an Menschen aus Nicht-Akademikerfamilien richten – was auf mich zutrifft. Bereits während meines Bachelors in München war ich Stipendiatin bei verschiedenen Instituten. Ich hatte also schon ein bisschen Bewerbungserfahrung. Zwar konnte ich mich auch mit Nebenjobs über Wasser halten – allerdings manchmal auf Kosten meiner Konzentration in der Uni . Wer im Kopf voll dabei sein will, braucht Unterstützung und darf diese auch einfordern.

    Die Stipendienzeit

    Klar ist: 300 Euro reichen nicht aus, um in München zu wohnen, ohne weiterhin nebenbei zu arbeiten. Zum Ausbildungsstart an der DJS habe ich daher auch angefangen, für das Medien-Start-up “Der Kontext” zu schreiben. Das Team war super und die Arbeitszeiten flexibel. Für mich war das optimal, um sich dennoch voll und ganz auf die DJS konzentrieren zu können. Und: Arbeitsproben zu sammeln ist nach wie vor wichtig in der Branche. Man kann (und sollte) während der Ausbildung entstandene Texte einfach immer wieder verschiedenen Medien anbieten.

    Mein Tipp

    Im Bewerbungsprozess geht es nicht nur darum, über seine erbrachten Leistungen zu reflektieren, sondern auch um den eigenen Idealismus: Warum möchte ich an der Deutschen Journalistenschule München – in einer der teuersten Städte Deutschlands – ausgebildet werden, obwohl ich es mir eigentlich nicht leisten kann? Mein Tipp daher: Seid offen in eurem Motivationsschreiben, ehrlich und ganz transparent, ohne auf die Tränendrüse zu drücken. Wer aus “einfachen Verhältnissen” kommt, ist im Journalismus genau richtig. Die Branche braucht neue Perspektiven und eine unentgeltliche Ausbildung sollte das nicht verhindern.

    Mehr Informationen zum Deutschland-Stipendium

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